Geschichte

Die über 1000 jährige Gemeinde an Sauer und Mosel steht stellvertretend für die Geschichte des Trier Landes.

Im Jahre 978 schenkte Erzbischof Egbert von Trier das Dorf und die Gemarkung Langsur der Kirche des heiligen Maternus in Trier, die nördlich des heutigen St. Matthias gelegen war. Diese erste urkundliche Erwähnung dient wie überall als Beginn der konkreten Zeitrechnung der Gemeinde. Dass schon weitaus früher hier eine menschliche Ansiedlung gestanden haben muss, dokumentierten prähistorische Funde aus der Jungsteinzeit. Ein Flachbeil aus Jade aus den ersten Ansiedlungen der Untersauergegend lässt den gegründeten Schluss auf das tatsächliche Alter von über 3000 Jahren zu. Vermutlich haben hier Kelten gesiedelt.
In den nächsten Jahrhunderten lösten sich Gallier, Römer und Franken in der Oberhoheit ab. Als Erzbischof Egbert 978 Langsur in seiner Schenkungsurkunde erwähnte, gehörte das Land zu Lotharingen.
Die zeitlichen Abstände der Herrschaftswechsel wurden immer kürzer. Luxemburgische, burgundische und preußische Oberhoheiten kamen und verschwanden wieder.

Im Jahre 1815/16 spielen für die Gemeinde Langsur eine entscheidende Rolle. Der preußisch-niederländische Grenzvertrag vom 26. Juni 1816 bestimmte nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo und dem Wiener Kongress von 1815 den neuen Grenzverlauf.

Das Sauer wurde zur politischen Grenze zwischen den Niederlanden und Preußen. Die menschliche Verbindung hielt auch über die staatliche Trennung hinweg, wenn auch durch Menschenhand die Brücken mehrfach geschlossen und zerstört wurden.

Insgesamt fünf Brücken verbinden die Verkehrswege rechts und links der Sauer miteinander. Drei davon sind überregional von großer Bedeutung - Autobahn, Bundesstrasse und Eisenbahnbrücke.