Kloster Winterbach

Im Jahre 1134 gründeten Zisterziensermönche aus Clairvaux in Winterbach bei Kordel ein neues Kloster. Sie taten das auf Bitten des damaligen Erzbischofs von Trier, Albero von Montreuil. Der Erzbischof war mit dem Abt des Zisterzienserklosters Clairvaux, dem heiligen Bernhard von Clairvaux (um 1090 - 1153), befreundet, der die Niederlassung seiner Mönche in Winterbach auch im Jahre 1135 besucht hat.
Ein Jahr später verlegte der Konvent den Sitz des Klosters von Winterbach in das Salmtal und gründete dort die Abtei Himmerod. Die Gründe für diese Umsiedlung sind bekannt: die Kyll, die das Besitztum der Mönche zu überschwemmen drohte, und die Unruhe der nahegelegenen erzbischöflichen Burg Pfalzel.
Von der ehemaligen Klosteranlage blieb nur noch der Hof Winterbach bestehen, der zwischen Kordel und Daufenbach auf der Flur Winterbach lag, an der Stelle, wo der Riedbach in die Kyll mündet.
Den Hof verkaufte die Abtei Himmerod im Jahre 1609 an den Freiherrn Karl von Kesselstatt. Erhalten haben sich von dem im 19. Jh. aufgegebenen Hof nur noch einige wenige Reste der Kapelle, denn vermutlich wurde die Anlage, wie so vielerorts alte Burgen und Ummauerungen, von der Bevölkerung als billiger Steinbruch für den eigenen Hausbau „ausgeschlachtet“.