Klausenhöhle

In der Nordwand der Hochburg finden wir die Klausenhöhle. Diese ehemalige Eremitage im Klausengrund ermöglichte es Jahrhunderte lang Einsiedlern hier nach dem großen Vorbild des hl. Antonius ein frommes Leben zu führen.
Die Herrichtung der Höhle zu Wohnzwecken, im Sinne der Lebensweise des Einsiedlers, erforderte eine Menge Arbeit. Im Innern bemerkt man in etwa zwei Meter Hohe in gleichem Abstand beiderseitig eingehauene Balkenlöcher, die eine Decke trugen. Sie sind in der über zehn Meter tiefen, sich verjüngenden Höhle fortgeführt und lassen eine Unterteilung des Innenraums vermuten. Der obere Nischenraum diente als geschützte Schlafstätte des Einsiedlers. Der Schlafraum war mit einer Leiter zu erreichen. Die Nische unter dem Etagenraum war offensichtlich zu einem Andachtsraum hergerichtet. Eine Rundbogennische, mit einem Strahlenkranz verziert, ist in den geglätteten Felsen eingehauen. Ein natürliches Loch in der Außenwand des Felsens ist zu einer wohlproportionierten Fensteröffnung gestaltet. Die in der Fensteröffnung und außen in der Westseite eingemeißelten primitiven Gesichter erinnern an Totenmasken. Rechter Hand vom Höhlenausgang sind gleichfalls in die vorspringende Felsensäule eine große Anzahl von Fratzen aller Art eingehauen.
Gegen Ende des letzten Krieges haben die Menschen in der Höhle Schutz gesucht und ihr einen exorzistischen Zweck gegeben. Sie sollten die fromme Stätte umschleichende böse Geister vertreiben.