Hochburg

Südlich von Kordel, schräg gegenüber in einem von Felsenköpfen umgebenen Seitental, auf dem rechten Kyllufer, liegt versteckt die Hochburg, etwa 500 m entfernt von der Genovevahöhle und der am Hochrand des Buntsandsteins befindlichen Beresley, den ausgedehnten römishen Sandsteinbrüchen unterhalb von Lorich.
Das natürliche Plateau von Butzweiler erstreckt sich hier in einer Felszunge mit steilen Felswänden zur Kyll. Diese Bergnase wird gegen die Hochfläche durch einen mächtigen Wall aus Erde und Steinen gesichert. Die steile Außenböschung (Graben) des Hauptwalles deutet auf eine Mauertechnik, die für die ältere Hunsrück-Eifel Kultur (späte Hallstattzeit) gekennzeichnet ist.
Dagegen sind die innerhalb des Walles befindlichen Reste einer Wehranlage weitaus jüngeren Datums. Es handelt sich dabei um eine frühmittelalterliche Burg, einen viereckigen Wehrturm. Diese Anlage ist von der übrigen älteren Befestigung durch einen in den Felsen gehauenen Graben abgesichert, in dem frühmittelalterliche Gefäßscherben (um 1000 n. Chr.) gefunden wurden.