Genovevahöhle

Noch um die Mitte des vorigen Jahrhunderts nannten die Kordeler diese Höhle einfach „Kutbachhöhle“. Die eindrucksvolle, halbrunde Höhle wurde offensichtlich nach der letzten Eiszeit (um 16000 bis 12000 v. Chr.) in der Altsteinzeit mindestens vorübergehend von Menschen (Hirten, Jäger, Einsiedler und Flüchtlingen) genutzt.
In dem riesigen, geschützten Raum der Grotte zeigen sich zahlreiche Einarbeitungen und Bänke.
Außer den Einmeißelungen zeigt sie jedoch keine Siedlungsspuren.
Wer Funde aus der Vorzeit bis zur Römerzeit erhofft, der sollte, wie manche vor ihm, den Schuttkegel unterhalb der Höhle erforschen.
Die Entstehung der Grotte ist auf die Erosionswirkung der Kyll und die Struktur des Gesteins zurückzuführen.
Die Kyll hat sich nach und nach in die alte Landoberfläche eingeschnitten und floss früher zeitweilig an diesen Felswänden vorbei und hat diese durch Ausspülung gebildet.