Gartenfeldstrasse 12, 54295 Trier, Tel.: +49 [651] 9798 0, FAX: +49 (651) 9798 5555 |
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Burg Ramstein Südlich von Kordel erhebt sich über dem idyllischen Kylltal, auf dem
160 m hohen, gleichnamigen Sandsteinfelsen, die Ruine der ehemaligen
kurtrierischen Landesburg.Das Baumaterial besteht aus dem in den nahen Steinbrüchen gebrochenen grauweißen und roten Sandstein in unregelmäßigem Wechsel. Die heutige Anlage wurde zu Beginn des 14. Jhs. Anstelle einer älteren Anlage (vielleicht aus dem 10 Jh.) errichtet. Vor- und Hauptburg sind durch einen in den Felsen gearbeiteten Halsgraben getrennt. In der Hauptburg steht, auf einem, zum Teil überhängenden, Sandsteinfelsen, ein 25 m hoher, viergeschossiger Wohnturm. Erhalten ist gleichfalls noch ein Treppentürmchen an der Nordost-Ecke. Anfang des 14. Jhs. Beginnt Erzbischof Diether (1300 - 1307) mit dem Bau der spätmittelalterlichen Burg. 1310 überträgt sein Nachfolger Erzbischof Balduin (von Luxemburg), das noch unfertige Gebäude dem Trierer Domdechanten Johann von Bruaco. Um 1325 ist die Burg als viergeschossiges gotisches Turmhaus vollendet. 1674 nehmen französische Truppen die Burg durch eine List ein und zünden sie 1689 an. Im 18. Jh. macht man sie wieder teilweise bewohnbar. 1786 werden Hofhaus und Zehntscheune erneuert.. Ab 1828 ist das ganze Anwesen im Privatbesitz. Durch umfangreiche Sanierungsarbeiten ist die Burg vor dem weiteren Verfall gerettet worden. Vom einstigen Prachtbau ist zwar nur noch eine Ruine übrig geblieben, doch etliche erhaltene Bauteile geben uns eine Vorstellung von der Schönheit der früheren Höhenburg. Heute gilt der Adelssitz mit seinem malerischen Standort in der westlichen Talbucht in der unteren Kyll, umgeben von üppigen, bewaldeten Felspartien des sehr steilen Buntsandsteingebirges, nicht nur als Wahrzeichen einer längst vergangenen Zeit, sonder lockt auch als beliebtes und komfortables Ausflugsziel mit Restaurationsbetrieben (seit 1851) zahlreiche in- und ausländische Gäste an. |