Geschichte

Felsen um KordelKordel (145 m NN) mit seinen 2300 Einwohnern gehört zur Verbandsgemeinde Trier-Land und liegt in der Talerweiterung an der Einmündung des Kimmlinger Baches in die Kyll und am Welschbilliger Bach. Mit ca. 1600 ha Wald bildet Kordel das heutige „Tor der Eifel“, 8 km von Trier-Ehrang entfernt.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1023. Die Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens Kordel leiten die Heimat- und Ortsnamenforscher von einem erzbischöflichen Gut „Cordula“ oder „cortellum“ ab, das bei Ramstein lag und 1138 erstmals urkundlich genannt wird. Entlang der Mosel und beiderseits in Abständen von ihr, ist der Name Kordel häufig in der Landschaft anzutreffen. Man bezeichnet damit schluchtige Tälchen, durch die sich ein Bächlein windet. Man hat das Endstück einer Peitsche in früherer Zeit nach solchen Windungen „Kordel“ genannt. Selbst noch kleine Rinnsale tragen oft noch die Bezeichnung „Kordel“. Die Zeugnisse der Kordeler Geschichte sind jedoch teilweise viel älter als ein Jahrtausend; sie gehen zurück bis auf die späte Altsteinzeit: zahlreiche wissenschaftlich hochbedeutende Funde, darunter 100 Steinbeile, im Volksmund heute Diemersteine genannt. Die uralte Besiedlungsgeschichte des Kordeler Raumes springt dem Besucher am Ort kaum ins Auge. Er muss sie vielmehr als Wanderer auf den bewaldeten Kordeler Höhen aufspüren: die keltischen Fliehburgen auf dem Burgberg, Korpesley oder die vorgeschichtliche Hochburg.
Unweit der Deimlinger Mühle findet man die Klosterruine Winterbach. Auch Römisches ist in der Gemarkung Kordel zu finden, das vor allem gewerblich vertreten war: als Glashütte (Reste alter Glasfabriken) auf der Hochmark; ehemaliges Erzbergwerk und Steinbruch, Reste der Langmauer und Ruinen römischer Villen.